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Rückblick Der Tagung Werkstoffplus auto 2019

Neue Fahrzeugkonzepte wie automatisierte, modularisierte und elektrisch angetriebene People- und Cargomover, die Personen oder Güter befördern, werden zunehmend die Art und Weise bestimmen, wie wir Fahrzeuge bauen und welche Werkstoffe dabei zum Einsatz kommen. Die Technologien, die solche neuen Konzepte ermöglichen, müssen sich immer stärker nicht nur im funktionalen, sondern auch im ökologischen Wettbewerb behaupten. Der Bedarf an sogenannten Green Materials wächst beständig. Rund 150 Experten aus Industrie und Forschung diskutierten am 20. und 21. Februar 2019 bei der Fachtagung WerkstoffPlus Auto in Stuttgart aktuelle und zukunftsweisende Entwicklungen des Werkstoffeinsatzes in Konzepten und Architekturen für PKWs und Nutzfahrzeuge von morgen. Die zum neunten Mal stattfindende Tagung wird veranstaltet vom Institut für Fahrzeugkonzepte des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR). Das Institut bildet in seinen Forschungsfeldern Fahrzeugarchitekturen, Leichtbaukonzepte, Werkstoffe und Lebenszyklusbewertung für das Gesamtfahrzeug fast die gesamte Bandbreite der Themenschwerpunkte der Veranstaltung ab.


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Herr Prof. Dr. Friedrich - Direktor des Instituts für Fahrzeugkonzepte am Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt bei der Eröffnung der Tagung.

Transformation der Automobilbranche im Fokus

Ob Multimaterial-Module für die Elektromobilität, Werkstoffe und Bauweisen für alternativ angetriebene Fahrzeuge oder die Potenziale künstlicher Intelligenz, Digitalisierung und additiver Verfahren in der Fahrzeugfertigung – in den vielfältigen Beiträgen aus Wirtschaft und Wissenschaft standen der grundlegende Wandel der Automobilbranche, neue technologische Konzepte sowie Lösungswege im Vordergrund.

Neben dem optimalen Einsatz weiterentwickelter metallischer und faserverstärkter Leichtbauwerkstoffe diskutierten die Experten auch über Potenziale und Effekte von "Green Materials", beispielsweise Holz als Strukturwerkstoff im modernen Fahrzeugbau.



Next Generation Car: DLR-Know How für das Auto der Zukunft

Von Konzepten, über Strukturen und Materialien bis hin zur Vernetzung und Fahrzeugintelligenz – im Verbundprojekt „Next Generation Car“ (NGC) des DLR kommt die ganze Bandbreite an Innovationskraft und Wissen zum Einsatz. Auf der Tagung gaben die DLR-Forscher zum Beispiel einen aktuellen Einblick in das Teilprojekt "Aktive Energieabsorber": Im Fokus stehen Technologien, um die Energieaufnahme von Crashstrukturen im Vorderwagen eines informationsvernetzten Autos gezielt so zu beeinflussen, dass die Beschleunigungswirkungen auf die Insassen und damit das Verletzungsrisiko nach einem Unfall möglichst gering gehalten werden. Dies ist vor allem interessant für das Kollisionsverhalten von schweren mit leichten Fahrzeugen oder bei modularen Fahrzeugkonzepten, wie dem vom DLR entwickelten Urban Modular Vehicle (UMV), dessen Größte und Gewicht je nach geplantem Einsatzzweck stark variieren.

In der begleitenden Fachausstellung präsentierten OEMs und Zulieferer zudem neue, innovative Werkstoffanwendungen und Bauweisen. Volkswagen zeigte beispielsweise die neue Ausführung des Technologiedemonstrators Sedric, Daimler eine Schnittkarosserie auf Basis des neuen Mercedes-Benz GLE.



Zum 9. Mal fand die Tagung in der Alten Reithalle im Maritim Hotel in Stuttgart statt

Die Podiumsdiskussion zum Thema: Auto und Technik im Wandel - Wie bewältigt die Branche die Disuption bei Fahrzeugkonzepten und Enabler-Technologien?