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Rückblick Werkstoffplus auto 2017

Die Straßenfahrzeuge von morgen werden zunehmend intelligent, vernetzt, elektrifiziert und autonom unterwegs sein. Diese Trends wirken sich auch auf Fahrzeugkonzepte und die zum Einsatz kommenden Werkstofftechnologien aus. Dieser Themenkomplex stand im Mittelpunkt der 7. Tagung für neue Fahrzeug- und Werkstoffkonzepte, die unter der Leitung des DLR-Institut für Fahrzeugkonzepte am 15.-16. Februar 2017 mit neuem Namen „WerkstoffPlus Auto“ in der Alten Reithalle in Stuttgart stattgefunden hat.

Plenar

In bewährter Tradition fand die Tagung wieder in der Alten Reithalle im Maritim Hotel statt.

Bereits seit 2007 ist diese Fachtagung ein beliebter Treffpunkt, um neue Forschungsergebnisse und technologische Entwicklungen zu diskutieren und in Bezug zu aktuellen und zukünftigen automobilen Anwendungen, z. B. in neuen Fahrzeugkonzepten, zu stellen. Neben sieben Themenschwerpunkten, verteilt auf zwei Tage, fand zum Ende des ersten Tages eine spannende Podiumsdiskussion zur Fragestellung statt, wie der 3D-Druck und andere Werkstofftechnologien die Fabrik der Zukunft beeinflussen.

Prof. Horst E. Friedrich betont bei seiner Eröffnung der Veranstaltung: “Wir wollen uns bei der Tagung WerkstoffPlus Auto intensiv mit der Fragestellung beschäftigen, welche Fahrzeugkonzepte und Bauweisen welche Werkstofflösungen benötigen. Dabei richtet sich unser Blick nicht ausschließlich auf PKW, sondern auch Nutzfahrzeuge und Busse werden Teil der Diskussion sein.“


Neue Fahrzeugkonzepte und Bauweisen sind auch künftig ein Treiber für den Einsatz alternativer Werkstoffe im Automobil. In vielfältigen Beiträgen kompetenter Referenten wurde deutlich, dass Leichtbau auch weiterhin eine Schlüsseltechnologie zur Reduktion der Fahrwiderstände bleibt. Technische Anforderungen, die das Fahrzeugkonzept an die Baugruppen oder Bauteile stellt, müssen in funktionsgerechte und leichte Konstruktionen umgesetz werden. Multi-Material Design für die flexible Fertigung ist einer der technologischen Bausteine um die Erfüllung der Parameter bei hoher Funktionsintegration zu gewährleisten. Hierbei gilt es, den Werkstoffeinsatz in einen vernetzen Entwicklungsprozess für Produktion / Montage 4.0 zu integrieren. Werkstoffe müssen zukünftig noch mehr als bislang das Prädikat Fit for Future tragen, um beispielsweise in ganzheitlichen Betrachtungen mit  Ökobilanzen und wettbewerbsfähigen Prozesskosten neue Lösungen für  große Stückzahlen zu erreichen. Wertvolle Einblicke in die internationale Wissenschafts- und Industrielandschaft konnten die Teilnehmer in der Fachsession „Best of Science – Global vernetzt“ gewinnen.

„Weiterentwicklungen bei Materialien und Werkstoffen bilden die Grundlage vieler Innovationen in der Fahrzeugtechnik. Werkstofftechniken gehören deshalb zu den Königsdisziplinen im Automobilbau. Es freut mich, dass das DLR hier stark aufgestellt und geschätzter Partner für Industrie und Forschung ist, wie diese Tagung eindrucksvoll zeigt“ sagte die DLR-Vorstandsvorsitzende Prof. Pascale Ehrenfreund anlässlich der Eröffnung der Veranstaltung und der begleitenden Fachausstellung.


Begrüßung

Prof. Dr. Horst E. Friedrich eröffnet die Tagung

Prof. Pascale Ehrenfreund

​Prof. Dr. Pascale Ehrenfreund beim Besuch der begleitenden Fachausstellung vor Ihrerm Eröffnungsvortrag


Neue Ergebnisse aus dem Gebiet der Fahrzeugarchitektur und Karosseriestruktur stellten auch  Forscher des DLR auf der Tagung vor. Im Projekt Next Generation Car (NGC) bündelt das DLR seine Forschungsaktivitäten im Bereich der Straßenfahrzeuge. 16 Institute arbeiten interdisziplinär an innovativen Technologien und Methoden für die Entwicklung neuartiger Straßenfahrzeuge der nächsten Generationen. Ziel ist es, individuelle Mobilität auch in Zukunft sicherzustellen und gleichzeitig hohe Ansprüche hinsichtlich Umweltfreundlichkeit, Ressourceneffizienz, Komfort und Sicherheit umzusetzen. Die Forschungsarbeiten umfassen dabei unter Anderem die Themen neue Bauweisen, innovative Werkstoffe, optimierte Werkstoffkombinationen, Füge- und Montagekonzepte, neuartige Fertigungsverfahren sowie funktionsintegrierte und adaptierbare Strukturen. 

Next Generation Car

Next Generation Car(NGC)-Fahrzeugkonzepte des DLR


PRemiere auf der Tagung

Auf der begleitenden Fachausstellung zeigten Austeller aus Industrie und Wissenschaft neueste Forschungsergebnisse und Automobilhersteller brandaktuelle Karosserieexponate. Die Karosserie des neuen 5er BMW wurde im Rahmen des Keynotvortrages von Herrn Florian Schek (BMW) zum Thema  „Leichtbau auf dem Weg in die Elektromobilität – Herausforderungen und Lösungen am Beispiel des neuen BMW 5er“ zum ersten mal öffentlich ausgestellt.

Karosserien

​Prämiere auf der Tagung: zum ersten Mal wurde die Karosserie des neuen 5er BMW ausgestellt


Podiumsdiskussion

Positive Resonanz bei den Teilnehmern weckte auch die hochrangig besetzte und äußerst spannende Podiumsdiskussion zur Fragestellung „Wird additive Manufacturing die Werkstofftechnologie 4.0?“, bei der die Potentiale des 3D-Druckes intensiv diskutiert wurden.


Weiterführung in 2018

Mit Freude über die überaus positiven Rückmeldungen der Teilnehmer, haben das DLR-Institut für Fahrzeugkonzepte als Veranstalter zusammen mit den Programmbeiräten bereits mit der Planung für die 8. Fachtagung für Fahrzeug- und Materialkonzepte begonnen, welche am 21. und 22. Februar 2018 wiederum in der „Alten Reithalle“ Stuttgart stattfinden wird. 

Podiumsdiskussion

Wird additive Manufacturing die Werkstofftechnologie 4.0?